!! sie suchte nach einem neuen, diesmal tollen zu Hause !!

> bei Leuten, die sich auf ihre Geschichte einlassen und sich nicht abschrecken lassen <

!! Die Suche ist beendet !!
Jasmine darf bei ihrer Pflegefamilie und somit bei
ihrer Schwester Abby hier in Mettmann bleiben !

  Jasmine  

geboren am 26.09.2015 
registriert im Spaniel-Club Deutschland e.V. (VDH)

Die Eltern

Darleen of unforgotten Chocolate    
&      Janosch Bär vom Regenbogen

Ahnentafel                                                                       Ahnentafel


      

Fotoalbum

Wen suchen wir bzw. wie soll ihr neues zu Hause aussehen ?

Leute im Umkreis von Mettmann/Düsseldorf/Wuppertal
die bereit sind, mehrmals vorab mit uns gemeisam spazieren zu gehen um Jasmine kennenzulernen
und zu denen man ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen kann.

einen ruhigen Haushalt möglichst ebenerdig - Garten ist kein Muss

bei Leuten ohne kleine Kinder oder Kinderwunsch

aktive Leute bis ca. 60 Jahre, die sehr gern in Wald und Flur spazieren gehen

ohne Katze im Haushalt (bisher nicht getestet)

ein ruhiger Ersthund (kein unkastrierter Rüde) im Haushalt ist kein Problem

Ihre traurige (Kranken-)Geschichte

Jasmine ist als Welpe mit 10 Wochen Anfang Dezember 2015 zu ihren Vorbesitzern gezogen. Ein auf den ersten und zweiten Eindruck nettes Paar, die bereits 2 Chihuahuas hatten und nun einen aktiveren Hund noch dazu haben wollten. Zudem war sie ausgebildete Groomerin, was ja ein großer Vorteil schien wenn man sich einen Cocker ins Haus holt. Im Januar 2016 bin ich Jasmine im neuen zu Hause besuchen gefahren und man erzählte mir, daß man sie nicht stubenrein bekommen würde (trotz Garten vor der Tür), sie eine Windel trägt und sie eine Blasenentzündung hatte. Das fand ich damals schon etwas komisch aber ok man ist angeblich, so muss ich es heute leider unterstellen, mit ihr beim TA gewesen. Bis Mitte 2016 bekam ich auch immer mal wieder das ein oder andere Bild von ihr. Im August 2016 wurde mir dann mitgeteilt, daß sie im März 2017 ein Baby bekommen wozu ich noch herzlich gratulierte und hoffte, daß mit Kind und 3 Hunden demnächst alles gut laufen wird. Im Januar 2017 bat ich freundlich um ein Foto, welches mir noch fehlte für meine Galerie auf meiner HP. Da wurde mir mitgeteilt, daß man die nächsten Monate keine Fotos mehr von ihr machen würde, da ihr Jasmines Fell nicht mehr gefallen würde und man sie deshalb jetzt abgeschoren hätte. Da war ich erstmal total geschockt, wie man sowas als Groomerin machen kann und nicht einfach mal etwas Geduld hat was das Fell angeht. Danach habe ich nichts mehr gehört. Am 20. Mai 2017, den Tag werde ich wohl nie vergessen, habe ich Jasmine dann rein zufällig bei ebay-Kleinanzeigen gefunden. Ohne daß man mich vorab mal benachrichtigt hatte, sollte sie in ein neues zu Hause verkauft werden (die beiden Chihuahuas waren zu dem Zeitpunkt auch schon verkauft). Ich hätte ja behilflich sein können oder sie selbst zurücknehmen können so wie es auch im Vertrag vereinbart war aber nein, sie wollten mehr Geld als ihnen vom Vertrag her zustand. Außerdem wurde mir gesagt, der Hund wäre ja noch viel mehr wert um deren Zahl zu nennen € 1400,- was absolut lächerlich war für eine rote Hündin mit brauner Nase. Zumal wenn man jetzt rückblickend weiß, daß Jasmine zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank war. Sie können von Glück sagen, daß ich sie nicht wegen arglistiger Täuschung verklagt habe, denn das Krankheitsbild kann nicht spurlos an den Vorbesitzern vorbeigegangen sein.

Deshalb an dieser Stelle:
Ich hoffe, daß ihre Vorbesitzer sich nie nie wieder einen Hund anschaffen und hoffe, daß es dem Kind dort besser gehen wird.

Zurück zur Annonce, am liebsten hätte ich Jasmine sofort zurückgeholt aber ich musste mich noch eine ganze Woche gedulden, da man vorher scheinbar keine 10 Min. Zeit hatte, mir den Hund auszuhändigen. Am 27. Mai ließ man mich dann knapp 85 km fahren, um Jasmine abzuholen. Jasmine war allein im Garten und erstmal ziemlich ängstlich oder sagen wir mal sehr zurückhaltend. Frauchen ließ sich gar nicht erst blicken (sie musste sich für was besseres zurecht machen) und verabschiedete sich somit auch nicht von ihr. Wie sich bei der Übergabe herausstellte, hatte man versäumt, Jasmine impfen zu lassen, dies war nun 5 Monate überfällig. Für mich ein absolutes No-Go bei einem so jungen Hund. Angeblich war sie frisch gebadet aber gerade ihre Ohren sahen nicht danach aus und ihre Innenohren hatten wohl all die Monate keine Schere gesehen. Restfutter gab es auch keins mit lediglich der Messbecher wurde uns gegeben (innerlich sprachlos). Dazu gab es noch ein kaputtes Spielzeug, eine gute Leine und ein Körbchen mit Decken. So nichts wie weg und Jasmine lief auch ohne zu zögern mit uns mit. 

Im Auto fiel dann sofort auf, daß sie extremst haarte, das kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen um wieviel schlimmer das war als bei einem Schäferhund. Und was noch viel schlimmer und auch ekliger war, sie hat gesabbert wirklich 10x schlimmer als ein Boxer. So schlimm, daß sie ihre eigenen Ohren einspeichelte, die eh schon total verklebt waren. Trotzdem waren wir (Matthias & Claudia und ich) gleich ganz verliebt in sie.

   

Zu Hause angekommen, haben wir erstmal einen schönen Spaziergang mit der ganzen Meute gemacht. Am Nachmittag des gleichen Tages postete das Ex-Frauchen dann noch ein Bild aus Düsseldorf mit dem Spruch drunter "NiceDayToday". Schreibt man sowas ernsthaft wenn man an diesem Tag seinen Hund abgegeben hat ? Das sagt doch schon alles aus, dazu braucht man wohl nichts mehr weiter sagen. Abgesehen davon hätte die Übergabe dann auch in Düsseldorf stattfinden können und ich hätte nicht so weit fahren müssen aber ok ich bin heilfroh gewesen, daß sie endlich dort weg war. Er sprach auch immer davon es wäre ja auch sein "Baby" und es wäre ihm ganz wichtig, daß Jasmine ein gutes zu Hause bekommt. Aber mal ganz ehrlich, mit seinem "Baby" sollte man um einiges besser umgehen. 

Das mit dem extremen Sabbern konnte ich mir erst nicht erklären, das war alles so mega ungewöhnlich für einen Cocker-Spaniel aber Freunde und Bekannte sagten dann zu mir, sie hat sicher Stress wegen dem Umzug und ich solle ihr ein wenig Zeit geben. Zwei Tage später habe ich sie erstmal getrimmt und versucht was zu retten aber vor allen Dingen, die Innenohren mal frei zu schneiden. Außen waren an den Ohren oben nur ein paar lange Fransen, die unten drunter das kurzgeschnittene Fell nur ein wenig überdeckten also kam alles ab. Die Krallen mussten auch alle geschnitten werden und sahen danach immer noch recht lang aus. Allein aus dem Rücken, der ja nun ziemlich normal aussah habe ich jede Menge Wolle nur rausgekämmt, danach haarte sie immer noch stark aber dennoch deutlich weniger als vorher. Unglaublich, daß sie bei einer Groomerin gelebt hat. 

28. Mai 2017 - auskämmen des Rückens

   

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1. Trimming
vorher                  29. Mai 2017                nachher

   

   

   

Ok soweit so gut, es vergingen ein paar Tage mit schönen ausgedehnten Spaziergängen, die sie auch voll und ganz genoss. Draußen lief sie rum wie ein normaler Hund voller Lebensfreude und immer auf Entdeckungstour. Was aber auffällig war, daß sie immer noch stark sabberte. Nur 4 Tage später am 31.05.2017 bin ich dann zum ersten Mal mit ihr zum TA gegangen um sie erstmal impfen zu lassen. Da sich auch nach weiteren 6 Tagen nichts an dem Sabbern geändert hatte bin ich am 06.06.2017 wieder mit ihr zum TA. Mittlerweile war auch auffällig geworden, daß man ihr Maul gar nicht aufmachen konnte. Sie biss Ober- und Unterkiefer so stark zusammen, da war nichts zu machen. Auch der TA hatte keine Chance, das Maul zu öffnen. Ich beschloss, sie leicht sedieren zu lassen um nachsehen zu können, ob sich irgendwas im Maul befindet was evtl Schmerzen verursacht aber Fehlanzeige. Daraufhin bekam sie erstmal 10 Tage ein Schmerzmittel um zu schauen, ob sich was ändert. Aber auch nach diesen 10 Tagen mit täglicher Reinigung der Ohren und Lefzen hatte sich der Zustand nicht geändert geschweige denn gebessert, das Maul ließ sich nach wie vor nicht öffnen und gähnen konnte sie auch nicht.  Hinzu kam, daß immer mehr auffiel, daß sie echte Probleme beim Aufstehen hatte, wie ein alter Hund kam sie hinten kaum hoch. Meine Tierärztin meinte dann ziemlich schnell ich solle sie einem Neurologen vorstellen. Vorab wollte ich aber noch zu einer Hundephysiologin um mir auch dort eine Meinung zu holen. Am 26.06.2017 haben wir also dort noch einen Termin wahrgenommen aber auch sie war am Ende der Meinung, es ist kein orthopädisches Problem und ich solle Jasmine zu einem Neurologen bringen. Tja das war dann also der nächste Schritt. Hatte ich doch anfangs gedacht, eine so junge agile Hündin lässt sich schnell in gute Hände vermitteln hatten wir nun einen schwerkranken und schwer zu vermittelnden Hund hier. Und wenn man sich die Videos ganz unten ansieht kann keiner behaupten, daß dies den Vorbesitzern nicht aufgefallen ist.

Beim Neurologen hieß die Diagnose dann ziemlich sofort :
Overlap-Myositis (Polymyositis und Kaumuskelmyositis)

Am 03.07.2017 hatten wir dann unseren ersten Termin in Köln bei Frau Dr. Bathen-Nöthen. Jasmine wurde erstmal Blut abgenommen um den CRP-Wert (Entzündungswert) zu bestimmen. Ein paar Tage später das schockierende Ergebnis. Während der Normalwert  bei 0 - 10,7 liegt, lag Jasmines Wert bei 64. Wieviel Schmerzen muss Jasmine gehabt haben und wielange musste sie damit schon rumlaufen, das lässt sich nur schwer nachvollziehen und ist einfach unbegreiflich, da blutet einem das Herz. Sie bekam ab sofort Cortison und 2 verschiedene Antibiotika für erstmal 4 Wochen verschrieben. Außerdem stand noch eine Muskelbiopsie auf dem Programm wobei ihr am 06.07.2017 Proben aus dem Kiefer und der Schulter genommen wurde, weil dort bei der Elektrodiagnostik die Anzeichen am stärksten waren. Die Befunde hiervon dauern leider sehr lange, so daß wir erstmal nichts weiter tun konnten als abwarten und all die Medikamente brav zu verabreichen.

   

Nach ein paar Tagen merkte man aber eine deutliche Besserung, die ziemlich plötzlich wie ich fand eintrat. Das Maul konnte geöffnet werden, sie konnte gähnen, sie konnte harte Dinge fast ganz normal kauen und auch beim Aufstehen kam sie ganz normal wieder hinten hoch. Der CRP-Wert wurde nach einer Woche nochmal gemessen und lag dann erfreulicherweise schon im Normalbereich bei 10,6. Über 4 Wochen mussten wir auf die Befunde warten und dann kam ein mega langer Bericht voller medizinischer Fachbegriffe. Dieser sagt aber aus (soweit ich alles richtig verstanden habe), daß hier die Diagnose bestätigt wurde aber sich zum Glück kein Muskelgewebe in Bindegewebe umgewandelt hat, was dann irreparabel gewesen wäre. Die Prognose der Ärztin ist sehr gut und heilbar. Jasmines CRP-Wert am 08.08.2017 lag bei nunmehr 5,8 ! Sie bekommt jetzt kein Antibiotikum mehr aber weiterhin in einer geringeren Dosis Cortison. 

Am 08.08.2017 ist Jasmine nun auf ihre Pflegestelle und gleichzeitig zu ihrer Schwester Abby (Joan) gezogen wo sie liebevoll aufgenommen wurde.

Jasmine ist ein sehr sehr aktiver Hund. Ihre Geschichte hindert sie nicht, draußen mega aktiv zu sein. Sie ist also nichts für Couchpotatoes wobei man sie in der Wohnung kaum bemerkt, da ist sie völlig unkompliziert, bleibt alleine und kommt auch sehr gern kuscheln. Sie ist verträglich mit anderen Hunden wobei sie meistens an den anderen vorbei geht weil sie wichtigeres zu erstöbern hat. Jasmine hat immer Hunger und hat einen ausgeprägten Stöbertrieb, was ja rassetypisch ist. Trotzdem kann man sie ableinen und das ist auch ein absolutes Muss für diesen Hund. Leute, die sich das nicht zutrauen, sollten lieber die Finger von ihr lassen, da sie nicht ihr Leben an einer Leine verbringen soll. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, daß die neuen Leute bereit sind, mehrmals zu kommen um sie eben ich sage mal in freier Wildbahn zu erleben. Bei ernsthaften Interesse und dennoch Unsicherheit kann gern der Befund eingesehen und nach Rücksprache auch Kontakt mit der Neurologin aufgenommen werden. Wir möchten kein Geheimnis aus ihrer Krankenakte machen sondern mit offenen Karten spielen! Ein sehr guter Endplatz ist uns auch viel wichtiger als der Preis. Das was wir bisher reingesteckt haben (knapp € 2.000,-) bekommen wir sowieso nicht wieder. Bis zur kompletten Ausheilung bzw. bis sie keine Medikamente mehr einnehmen muss, tragen wir auch die Kosten für anfallende Tierarztbesuche in Zusammenhang mit der vorangegangen Krankheit.

   

Jasmine nach ihrem zweiten Trimming - ihre Ohren nehmen so langsam wieder normale Fellformen an

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Nachdem es wirklich tolle Interessenten für Jasmine gab, die sich dann aber doch leider letzten Endes
wegen ihrer Krankengeschichte gegen sie entschieden haben beschloß ihre Pflegefamilie
am 12.10.2017, daß Jasmine für immer bei ihnen bleiben darf.
Ihr aktueller CRP-Wert liegt bei nur 2,1 und lässt wirklich hoffen auf ein langes gesundes Leben ohne Cortisongabe.

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Videos vor und nach der medizinischen Bedandlung 

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